Archive for the ‘Aktuelles’ Category

Einladung zur Jahreshauptversammlung

02.22.14

Hiermit lädt der Trägerverein des AZ Mülheim (Verein zur Förderung von internationaler Gesinnung und kultureller Arbeit Jugendlicher und Heranwachsender – AJZ e.V.) zur Jahreshauptversammlung am

Sonntag, den 06. April um 13 Uhr ein.

Tagesordnungspunkte:

* Mitgliederneuaufnahmen
* Rechenschaftsbericht des alten Vorstandes
* Rechenschaftsbericht der_des Kassenwartes_Kassenwärtin
* Entlastung des Vorstands
* Entlastung der_des Kassenwartes_Kassenwärtin
* Wählen eines neuen Vorstandes (2 Vorsitzende, 2 Kassenwarte_Kassenwärtinnen, 2 Schriftführer_innen)

Des Weiteren soll ein Überblick über das vergangene Jahr 2013 gegeben werden.

Kaffee und Getränke sind vorhanden. Kuchen und Gebäck sind gerne gesehen.

Bitte teilt uns mit, wenn sich eure Adresse ändert, das erleichtert unsere Arbeit.

Mit freundlichen Grüßen
eure Finanzgruppe
vom Autonomen Jugendkulturzentrum e.V.
(AZ Mülheim)

AJZ e.V.
Auerstr. 51
45468 Mülheim an der Ruhr
Telefon: 0208 444 5633
Fax: 0208 444 5634

Fahrradwerkstatt jetzt nur noch auf Anfrage

12.06.13

Da die Fahrradwerkstatt mittlerweile nur noch von einer Person betreut wird, sind in letzter Zeit öfter mal Termine ausgefallen, auch kurzfristig. Das ist leider ein Problem: Sobald diese eine Person mal keine Zeit hat, fällt sofort ein ganzer Monat flach.

Umgekehrt waren die Termine, die stattfanden, oft nicht besucht. Das ist natürlich beides auf Dauer frustrierend…
Daher wurde entschieden, die Radwerkstatt vorerst nur noch auf Anfrage zu öffnen!

Das heißt: Ihr meldet euch (am besten per mail) und wir verabreden uns dann für den jeweils zweiten Donnerstag des Monats, oder wenn es passt, auch für irgendeinen anderen Tag. Dadurch sollte das Ganze wieder etwas flexibler werden…

fahrradwerkstatt@NOSPAMaz-muelheim.de (“NOSPAM” entfernen!)

Die ideale Lösung wäre natürlich, wenn die Fahrradwerkstattgruppe wieder zu einer wirklichen “Gruppe” werden würde 😉 Demnach sind Leute, die regelmäßig die Werkstatt betreuen würden, allerherzlichst eingeladen, sich ebenfalls zu melden (Du musst nix können, darfste aber gerne. Was auf jeden Fall von Vorteil wäre, ist Lust an Technik und eine ungefähre Ahnung davon, was ein AZ ist und warum das so heißt…).

mehr Infos auf az-muelheim.de/fahrradwerkstatt

Chronik der jüngsten rassistischen Brandanschläge

10.23.13

Es brennen wieder Flüchtlingsunterkünfte und sogenannte „Roma-Häuser“, in einer Dichte vergleichbar mit Anfang der 90er Jahre. Der öffentliche Aufschrei bleibt bisher weitgehend aus. Zeitgleich ertrinken an den Außengrenzen der EU fast täglich Menschen im Mittelmeer, während der Hamburger Senat eine harte Linie gegen die „Lampedusa-Flüchtlinge“ fährt. In verschiedenen Dörfern und Städten gibt es wöchtenliche Aufmärsche gegen exisiterende oder geplante Unterkünfte. Mancherorts gelingt es den Nazis, gemeinsam mit „Wutbürgern“ zu agieren. (siehe dazu auch einen Beitrag von Report Mainz und deren Chronik von Übergriffen & Anschlägen auf Asylsuchende und Flüchtlingsunterkünfte)

Es wird Zeit, nicht länger wegzusehen. Wir alle wissen: Rassismus tötet.
Werden wir endlich aktiv – gegen Rassismus und rechten Terror.

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(Unvollständige) Chronik der jüngsten Brandanschläge gegen von Migrant_innen bewohnte Häuser:

16.08.2013: Brandsatz auf Luckenwalder „Asylheim“ geworfen (Brandenburg)

16.09.2013: Brandanschlag auf zukünftige Flüchtlingsunterkunft in Premnitz (Brandenburg)

07.10.2013: Brandanschlag auf Asylbewerberheim in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern)

09.10.2013: Brandstiftung an von Roma-Familien bewohntem Haus in Duisburg (NRW)

17.10.2013: Brandstiftung auf Asylbewerberunterkunft in Gemünden am Main (Bayern)

19.10.2013: Brandanschlag auf Asylunterkunft in Wehr (Baden-Württemberg)

21.10.2013: Brandanschlag auf Sinti und Roma-Zentrum in Oldenburg (Niedersachsen)

07.11.2013: Unbekannte bewerfen Asylbewerber-Heim in Essen mit Feuerwerkskörpern (NRW)

rassismus_toetet

Wie geht es weiter nach der Räumung der Bärendelle?

07.25.13

Die Besetzung der ehemaligen Schule an der Bärendelle in Essen-Frohnhausen wurde geräumt. Damit wird ein weiteres städtisches Gebäude als Leerstand dem Verfall überlassen, anstatt es mit Leben zu füllen und den Raum für neue Ideen, Kunst, Kultur und selbstbestimmte Politik „von unten“ zu nutzen. Die vorgebliche „Kulturhauptstadt“ Essen verhindert damit abermals echte und lebendige Kultur, die sich jenseits der kommerziellen Tourismuskultur bewegt.

Es muss weitergehen. Die Aktion war ein voller Erfolg!

Die gesammelte Aufmerksamkeit sollte nun dazu genutzt werden eine Reihe von Demonstrationen in Gang zu bringen und/oder eine Petition auszuarbeiten um die Stadt mehr und mehr unter Druck zu setzten.

Der Infoverteiler wartet auf euch, tragt euch ein und werdet informiert!

Hier könnt Ihr euch eintragen.

Weitere Infos gibt es auf baerendelle.blogsport.eu sowie auf Twitter und Facebook.

Hier noch ein Erlebnisbericht auf ruhrbarone.de

Bärendelle geräumt +++ Soli-Demo 18 Uhr Essen-West

07.24.13

In den frühen Morgenstunden wurde die Besetzung der ehemaligen Schule an der Bärendelle mit einem übertriebenen Polizeiaufgebot geräumt. Es wurde niemand verletzt, die Besetzer_innen wurden sofort frei gelassen, aber eine Person wurde vorläufig festgenommen.

Damit hat die Stadt Essen einmal mehr vor ihrer eigenen Ideenlosigkeit kapituliert und weiteren Leerstand und Verfall gesichert. Repression gegen freie Kultur, Kunst und Politik – das macht eine echte „Kulturhauptstadt“ schließlich aus.

Aber das ist nicht hinnehmbar!

Deshalb wird es heute eine Demonstration in Frohnhausen geben:
Treffpunkt 18 Uhr am Bahnhof Essen-West

Aus Solidarität mit den Besetzer_innen, aus Wut über die Räumung und als Zeichen, dass wir auch in Zukunft nicht aufhören werden für mehr Freiräume und Selbstbestimmung zu kämpfen!

Wir sehen uns auf der Straße und bei der nächsten Besetzung!

Heute Nacht: Räumung der Bärendelle verhindern!

07.23.13

Laut mehrfachen anonymen Hinweisen soll die Besetzung der ehemaligen Hauptschule an der Bärendelle in Essen-Frohnhausen heute Nacht geräumt werden.

Wir rufen daher auf zur Bärendelle zu kommen und zu zeigen, dass legitime Forderungen nach unkommerziellen Freiräumen und Selbstbestimmung nicht so einfach (beiseite) geräumt werden können!

Wir brauchen keine nichtvorhandenen(!) Investoren, um noch mehr öffentlichen Raum zu privatisieren, um ein weiteres leerstehendes Bürogebäude in Essen zu haben oder Wohnungen, die sich kein_e Frohnhausener_in leisten kann. Stadt Essen, gib Deinen Bewohner_innen ihre Stadt zurück!

Kreative Freiräume statt sinnlosem Leerstand!
Räumung verhindern, heute Nacht & immer!
Kein Tag ohne…

Weitere Infos auf: baerendelle.co.nf

Kontakt: plenum.baerendelle@gmx.de

Infos gibt’s auch auf Facebook und Twitter

Anreise: So findet Ihr die Bärendelle

Bärendelle braucht Unterstützung! +++ Info-Update

07.22.13

Baerendelle Gebaeude_webSeit heute morgen ist die ehemalige Hauptschule an der Bärendelle in Essen-Frohnhausen besetzt. Nach anfänglich entspannter Athmosphäre und positiver Berichterstattung in verschiedenen Online-Medien, meldete DerWesten gegen 17 Uhr, dass es der Stadt Essen ein großes Anliegen sei, „das Gebäude so schnell wie möglich räumen zu lassen„.

Am Nachmittag patroullierte die Polizei lediglich mit einem Motorrad, das regelmäßig über das Gelände fuhr, bis gegen 19:30 Uhr mehrere Polzeifahrzeuge vorfuhren. Seitdem hinderte die Polzei Menschen daran das Gebäude zu betreten, drohte Anwesenden mit Repression und fotografierte Personen ab, die sich auf dem offenen und frei zugänglichen Gelände vollkommen legal und friedlich aufgehalten haben.

Eine polizeiliche, also gewaltsame Räumung des brachliegenden Gebäudes ist also von städtischer Seite bereits angekündigt. Baerendelle Park_webUm dies zu verhindern sollten alle, die sich mit der Besetzung und der Forderung nach selbstbestimmten Freiräumen solidarisieren möchten, zur Bärendelle kommen (4 Fußminuten vom Bahnhof Essen-West). Lediglich das Gebäude ist durch Bauzäune abgesperrt; die große Grünfläche vor dem Gebäude (mit Spielplatz, Tischtennisplatten und Bolzplatz) ist frei zugänglich und lädt zum gemütlichen Herumsitzen und Spaß haben ein.

+++

Zur Stunde (22.7., 22:00 Uhr) ist die Lage wieder sehr entspannt und ruhig. Die Polizei hat sich in ihre Autos zurück gezogen und lässt alle Unterstützer_innen und Besetzer_innen in Ruhe den warmen Sommerabend genießen.

+++ Update 23.7. +++
Die Lage ist entspannt! Die Polizei hat sich auf ein Fahrzeug beschränkt, es sind weiterhin viele Leute im Gebäude und auch im Park vor dem Gebäude ist richtig viel los. Dort soll heute abend auch gegrillt werden, also kommt vorbei, genießt den Sommer und zeigt wieviel Spaß Solidarität machen kann!

DerWesten meldet: Stadt und Polizei wollen an der Räumung festhalten und finden die Forderungen der Besetzer_innen – im Gegensatz zu ihren eigenen nicht vorhandenen Plänen mit dem Gebäude – „sehr unkonkret“. Da können wir nur lachen!
Stadt Essen, nimm endlich die Bedürfnisse und Wünsche deiner Bewohner_innen wahr!
Besetzung des ansonsten brachliegenden Gebäudes an der Bärendelle sofort legalisieren!

+++

16:30 Uhr: Das PlenumBärendelle teilt via Twitter mit:
„Erneut werden wir anonym telefonisch informiert es würde heute nacht geräumt… Join us!“

+++

Weitere Infos auf: baerendelle.co.nf

Also kommt vorbei und zeigt Solidarität!
Kreative Freiräume statt sinnlosem Leerstand!
Räumung verhindern!

Kontakt:
plenum.baerendelle@gmx.de

Infos gibt’s auch auf Facebook und Twitter

Anreise: So findet Ihr die Bärendelle

Solidarität mit der Besetzung der Bärendelle in Essen-West

07.22.13

Das Autonome Zentrum Mülheim solidarisiert sich mit der Besetzung der ehemaligen Schule an der Bärendelle in Essen-Frohnhausen/West.

Wir freuen uns über jeden unkommerziellen Freiraum, der für unabhängige Kunst, Kultur und Politik erkämpft wird.

Die Stadt Essen fordern wir auf, den Bedarf für solche Freiräume anzuerkennen und die Besetzung schnell zu den Bedingungen der Besetzer_innen zu legalisieren, damit das Gebäude an der Bärendelle zu einem selbstbestimmten und sozialen Ort wachsen kann.

So kommt Ihr zum Gebäude:
Vom Bahnhof Essen-West geradeaus die Dahnstraße hinauf gehen bis zur Ampel, dann links in die Kerckhoffstr., nach ca. 100 Metern kommt rechts ein Fußgänger_innenweg, der durch einen kleinen Park/Grünstreifen führt, das ist die Bärendelle. Das freistehende Gebäude befindet sich auf der rechten Seite.

——–

Die Presseerklärung des Plenums Bärendelle:

*Erklärung zur Besetzung der ehemaligen Schule an der Bärendelle*

Wir, das Plenum Bärendelle, halten das ehemalige Schulgebäude an der
Bärendelle in Essen besetzt.

Das Gebäude steht seit mehreren Jahren leer und wird, wie viele
Leerstände im Ruhrgebiet, dem kontrollierten Verfall überlassen.

Die Stadt Essen hat keine Möglichkeiten mit dem Gebäude umzugehen: weder
kann sie es bespielen, noch abreißen, weder renovieren, noch verkaufen.

Demzufolge kann nur der fortschreitende Verfall des Gebäudes verwaltet
werden.

In der Bärendelle könnte ein selbstverwalteter & unkommerzieller Raum
entstehen.

Durch die Schließung des JZE-Papestraße und die verfehlte
Kreativquartierpolitik zeigt sich die Ablehnung gegenüber
unkommerziellen und selbstverwalteten Räumen von institutioneller Seite.

Wir fordern alle auf, sich mit unserem Anliegen zu solidarisieren: In
und vor der Bärendelle und überall sonst.

Unsere Aktion soll zudem ein Zeichen der Solidarität sein an alle, die
eine Welt ohne Ausbeutung, ohne Krieg, ohne Herren und ohne Knechte wollen.

plenum.baerendelle (at) gmx.de

PM zur Kundgebung und Demo am 23.6.

06.23.13

Am heutigen Sonntag veranstalteten wir, die Gruppe Gewisser Überdruss, ab 10:30 Uhr eine Kundgebung gegenüber der „alten Augenklinik“, wo die städtische Veranstaltung zum Gedenken an die „Mülheimer Bombennacht“ von 1943 stattfand.
Mit etwa 40 Teilnehmer_innen machten wir deutlich, dass ein solches Gedenken nicht losgelöst vom historischen Kontext des Nationalsozialismus abgehalten werden darf. Dabei gab es sowohl Verständnis und Wohlwollen einiger Teilnehmer_innen der Gedenkveranstaltung, die unsere Kritik teilten, als auch negative Reaktionen uns gegenüber. Letztere kamen von wenigen Personen, die lieber nicht mehr an den Nationalsozialismus erinnert werden wollen, aber auch nicht erklären konnten, weshalb sie eine Gedenkveranstaltung besuchen. Unsere Anwesenheit war also keinesfalls unbegründet.
Allerdings konnten wir leider die Einladung der OB Mühlenfeld, uns an der offenen Podiumsdiskussion zu beteiligen nicht wahrnehmen.Hierzu verwehrte und die Polizei den Zugang. Allerdings hatte, laut eines Besuchers, die Podiumsdiskussion gar keinen offenen Charakter, sondern bestand aus vier Zeitzeug_innen auf dem Podium, die vorgefertigte Fragen von Schüler_innen beantworteten. Bemerkenswert finden wir an dieser Veranstaltung, dass die Stadt sich vornimmt, eine Zeitzeug_innenveranstaltung zu veranstalten, dabei es aber versäumt, alle Gruppen von Zeitzeug_innen anzusprechen: Es wurden weder ehemaligen Zwangsarbeiter_innen eingeladen, noch Insass_innen des Arbeitserziehungslagers am Flughafen, keine ehemaligen Inhaftierten, welche die Bombennacht im Freien und nicht von Bunkern geschützt erleben durften.

Um 12:30 Uhr löste sich die Kundgebung auf. Anschließend fand um 13:00 am Synagogenplatz, eine von uns veranstaltete antifaschistische Demonstration gegen Geschichtsrevisionismus und deutsche Opfermythen statt. Die ungefähr 80 Teilnehmer_innen hörten Redebeiträge zu den verschiedenen Orten, welche die Demonstration besuchte. Am Haus Bahnstr. 44 verwiesen wir auf das Schicksal der Familie Meyer und eines von insgesamt neun früheren sog.„Judenhäusern“. Am Mahnmal der Opfer beider Weltkriege wurde in einem Redebeitrag auf die Ursachen der deutschen Opfermythenbildung eingegangen. Der Zug der Demonstration ging weiter zur Straße „An den Sportstätten“, welche mitten auf dem Gelände der ehemaligen Militärkaserne liegt, welche auch die das Gestapo -gefängnis und das ehemalige Kriegsgefangenlager beherbergte .Die Demonstration endete gegen 15 Uhr auf dem Kurt- Schumacher- Platz, wo mit einem Redebeitrag die Rolle der Presse, insbesondere der WAZ, benannt wurde. Der Redebeitrag ist an diese Pressemitteilung angefügt. Hiernach wurde die Versammlung ohne Zwischenfälle aufgelöst.

Noch ein Wort zur Berichterstattung: Die Zeitzeug_innen-Berichte in der WAZ-Serie zur „Bombennacht“ wurde durchweg unkritisch und ohne historischen Kontext veröffentlicht. Ohne die sicherlich traumatisierenden Erlebnisse der Zeitzeug_innen herunter spielen zu wollen, haben wir von Anfang an kritisiert, dass die Veröffentlichungen die Einordnung in den deutschen Faschismus vermissen ließen -als seien die Bomben tatsächlich aus heiterem Himmel gefallen.
Erst am 18.6. änderte sich die Berichterstattung der WAZ teilweise, indem unsere Kritik endlich zur Kenntnis genommen und zitiert wurde. Gleichzeitig wurde dort die Veranstaltung, jedoch nochmals von den städtischen Initiator_innen OB Dagmar Mühlenfeld und Stadtarchivsleiter Dr. Kai Rawe als legitim dargestellt. Beide zeigten sich, im Artikel, von unserer Kritik persönlich verletzt. Darauf können wir nur erstaunt zurück fragen: Warum haben Sie sich nicht über die unhistorischen Veröffentlichungen in der WAZ beschwert,wodurch ihre gesamte Veranstaltung letztlich als unkritisch und geschichtsvergessen gelesen werden musste?

Gerade durch die Aufnahme unserer Kritik – oder auch durch kritischere Artikel wie am 22.6. in der Mülheimer NRZ – und durch das nun um so deutlichere Betonen des historischen Kontextes durch die Veranstalter_innen der städtischen Gedenkveranstaltung, bewerten wir unsere Kampagne als klaren Erfolg. Und damit nicht genug: Die Ausstellungen zu „Widerstand und Verfolgung in Mülheim 1933-1945“ und „Neofaschismus in Deutschland“ im Autonomen Zentrum, in der Auerstr. 51, laufen noch bis zum 30.6. und werden von mehreren Veranstaltungen begleitet. Wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein vorbei zu schauen. Weitere Informationen sind unter www.az-muelheim.de zu finden.

Fotos der Veranstaltungen und die gehaltenen Redebeiträge werden in den nächsten Tagen auf ueberdruss.noblogs.org zu finden sein.

Kundgebung und Demo am 23. Juni in Mülheim

06.21.13

Die Stadt Mülheim plant eine Veranstaltung für den 23.06.2013, in der den Opfern der „Bombennacht 1943“, der angeblich „größten Katastrophe“ der Stadtgeschichte gedacht werden soll.
An dem Vorhaben der Stadt entzündete sich relativ schnell Kritik, welche der Stadt eine geschichtsrevisionistische Position unterstellt. Der Aufruf der Stadt, welcher in der WAZ abgedruckt wurde, schafft es, die sogenannte „Bombennacht“ vollkommen losgelöst vom Nationalsozialismus und dem deutschen Angriffskrieg zu betrachten – obwohl Mülheim eine Hochburg der nationalsozialistischen Bewegung war.

Wir fordern dazu auf, sich an den Gegenaktionen zu beteiligen!

Kundgebung: 23.06.2013 ab 10:30 Uhr in Mülheim an der „alten Augenklinik“ in der Von-Graefe-Str. (Ecke Hingbergstr.)

Antifaschistische Demonstration
: Diese beginnt um 13 Uhr in der Mülheimer Innenstadt am Synagogenplatz und soll anhand verschiedener Orte aufzeigen, wie alltäglich die Gräueltaten der Deutschen waren. Die Demonstration beginnt mit einer längeren Kundgebung und wird gegen 14 Uhr los gehen.

mehr Infos: ueberdruss.noblogs.org